Verwertung von Altfahrzeugen

Seit dem 18. September 2002 gilt die Europäische Altfahrzeugverordnung (Umweltverordnung 2000/53/EC), die auf eine verbesserte Entsorgung und Verwertung von Altfahrzeugen abzielt und alle an der Verarbeitung von Fahrzeugen beteiligten Parteien stärker in den Schutz der Umwelt einbinden will. Seit Inkrafttreten dieser Verordnung haben nahezu alle EU-Mitgliedstaaten Gesetze zu ihrer Umsetzung erlassen.

Recyclingfähiges Design
Um die Demontage der Fahrzeuge zu erleichtern, hat Toyota eine neue Kennzeichnung eingeführt, das ‚Easy to Dismantle’-Zeichen. An einzelnen Fahrzeugteilen angebracht verweist es deutlich auf die Punkte, an denen vorzugsweise mit der Demontage begonnen werden sollte. So markiert es etwa grosse Kunststoffteile, die sich leicht von der Karosserie abnehmen lassen, oder bestimmte Bohrungsstellen, die das Ablassen von Treibstoff erleichtern.
Autos enthalten mitunter Kunststoffe, die sich nur schwer wiederverwerten lassen. Toyota hat daher einen speziellen, rezyklierbaren Kunststoff – Toyota Super Olefin Polymer (TSOP) – entwickelt, der für Stossfänger oder andere Teile eingesetzt wird und sogar mehrfach wieder verwertet werden kann.

„Grünere“ Ersatzteile
Batterien, Reifen und Ölfilter sind Komponenten, die während der Nutzungsphase eines Fahrzeugs ersetzt werden müssen. Toyota sammelt diese Wertstoffe über seine europäischen Vertretungen ein, um sie dann einer Wiederverwertung zuzuführen. Darüber hinaus bietet Toyota nun auch Kompressoren für Klimaanlagen, Halterungen für Servolenkungen, Zylinderköpfe, Anlasser, automatische Getriebe, Lichtmaschinen, Motoren und Kupplungen in Form von wieder aufgearbeiteten Komponenten an.

Problematische Substanzen
Blei, Quecksilber, Kadmium und sechswertiges Chrom sind Schwermetalle, die langfristige Umweltschäden verursachen können, wenn sie unverarbeitet deponiert werden. Die im Jahr 2000 von der EU verabschiedete Altfahrzeugverordnung schränkt den Einsatz solcher problematischen Stoffe in Materialien und Bauteilen für Fahrzeuge ab dem Jahr 2003 ein. Entsprechend verwendet Toyota heute eine ganze Reihe von Komponenten und Rostschutzlacken, die ohne Blei auskommen, daneben auch quecksilberfreie Lampen und Schalter sowie asbestfreie Bremsbeläge und Motordichtungen. Auch verschiedene Lacke und Lösemittel enthalten keine bedenklichen Substanzen mehr.

Jedes Ende ist ein neuer Anfang

Zur Erforschung und Entwicklung neuer Fahrzeug-Zerlegungstechniken zur Rückgewinnung von Wertstoffen hat Toyota in Japan ein eigenes Fahrzeug-Recycling-Zentrum eingerichtet (Automobile Recycling Technical Centre). Ein Ergebnis dieses Zentrums ist der Betrieb einer Recyclinganlage, die zerkleinerte Reststoffe aus Fahrzeugen wieder aufarbeitet. Mit dieser Anlage verwirklichte Toyota im Jahr 2001 das selbstgesetzte Ziel, eine kommerziell nutzbare Technologie zu entwickeln, die eine hohe Wiederverwertungsquote für Materialien von Fahrzeugkomponenten ermöglicht.

Nachdem die europäischen Altfahrzeuge demontiert, zerkleinert und alle noch verwertbaren Teile extrahiert wurden, bleiben noch 2 Millionen Tonnen Reststoffe. Diese wurden bisher auf Deponien gelagert oder verbrannt, eine Lösung, die durch die heute geltenden Altfahrzeug- und Deponieverordnungen der EU eingeschränkt wird.

In Japan hat Toyota verschiedene Verfahren entwickelt, mit denen sich bestimmte in Reststoffen aus Altfahrzeugen enthaltene geschäumte Stoffe für die Herstellung von schalldämpfenden Produkten aus Recyclingmaterialien verwenden lassen. Die hohe Qualität des Autoglases ermöglicht dessen Wiederverwendung in pulverisierter Form als Zusatz bei der Fertigung von Gehwegplatten. Auch die nicht wiederverwendbaren zerkleinerten Reststoffe lassen sich umweltfreundlich entsorgen, indem sie zu extrem kleinen Packs zusammengeschmolzen deponiert werden. So werden wiederum die schädlichen Umweltauswirkungen durch Fahrzeuge für die zukünftigen Generationen eingeschränkt.

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Gedruckt am Mittwoch, 8. Februar 2012