Feldversuch zum Prius-Plug-in-Hybrid im April 2010 in Strassburg lanciert
Im Rahmen ihrer Partnerschaft zur Entwicklung emissionsarmer Mobilitätskonzepte arbeiten Toyota und der französische Energieversorger EDF bereits seit 2007 an einem Pilotprojekt, dessen Ziel die Erprobung von Plug-in-Hybridfahrzeugen und neuartigen, mit den Fahrzeugen kommunizierenden Ladestationen ist.
Am 26. April 2010 beginnt nun die zweite Phase dieses Projekts. Geplant ist unter anderem ein Feldversuch, der unter realen Bedingungen mit rund einhundert Prius-Plug-in-Hybridfahrzeugen und einem Netz spezieller Ladestationen in der Stadt und der Region Strassburg durchgeführt wird. Das ehrgeizige Pionierprojekt wird von der französischen Umwelt- und Energieagentur ADEME im Rahmen ihres „Entwicklungsfonds“ gefördert, mit dem die ADEME die Erprobung von Zukunftstechnologien zur Reduzierung von Treibhausgasen unterstützt. Ausserdem haben die Stadt und die städtischen Gemeinden von Strassburg ihre sehr willkommene Unterstützung angeboten.
Das Projekt wird drei Jahre lang von führenden Wissenschaftlern und Technikern begleitet. Die ersten Ergebnisse sollen bereits in wenigen Monaten vorliegen.
Ein Projekt für die Mobilität der Zukunft
Feldversuch mit rund einhundert Plug-in-Hybridfahrzeugen (PHV) in Strassburg und Umgebung
Der französische Energieversorger EDF und Toyota führen gemeinsam einen grossangelegten Feldversuch mit der jüngsten Generation umweltfreundlicher und wirtschaftlicher Fahrzeuge in Strassburg durch.
Ziel dieses von der Stadt Strassburg und ihren Gemeinden unterstützten Versuchs ist die Erprobung eines neuen Konzepts für den Individualverkehr unter realen Bedingungen. Der Test soll Auskunft über die Einsparungen geben, die von den Fahrzeugnutzern während eines Jahres auf ihren täglichen Fahrten tatsächlich erzielt werden können.
Ferner wird das Projekt mit Mitteln aus dem „Entwicklungsfonds für Fahrzeuge mit geringen Treibhausgasemissionen” gefördert, eines nach dem Umweltgipfel in Frankreich („Grenelle de l’Environnement“) eingerichteten und von der ADEME verwalteten Fonds.
Um die günstigste Stromtank- und -abrechnungslösung zu ermitteln, werden ab April 2010 in einem auf drei Jahre angelegten Feldversuch unterschiedlichste Ladekonzepte mit 100 PVH getestet.
Die Zusammenarbeit von EDF und Toyota
EDF und Toyota kooperieren bereits seit September 2007 in einem gemeinsamen Pilotprojekt, in dessen Rahmen EDF in Frankreich drei PHV-Prototypen versuchsweise in ihrer Fahrzeugflotte einsetzt; seit September 2008 ist ein weiteres PHV bei EDF Energy in Grossbritannien im Einsatz. Darüber hinaus erproben die Partner eine ganz neue Generation von Ladestationen („PLC“), die in der Lage sind, mit den Hybridfahrzeugen zu kommunizieren.
In dieser ersten Forschungs- und Entwicklungsphase haben etwa 50 Mitarbeiter der EDF-Gruppe die erste Generation von PHV getestet; der aktuelle Feldversuch ist nun die logische Fortsetzung dieser Versuche.
Ermutigt von den äusserst positiven Ergebnissen der ersten Testphase beschlossen EDF und Toyota, nun die nächste Phase einzuläuten und rund einhundert PHV der jüngsten Generation, die – dank Lithium-Ionen-Batterie – noch längere Strecken mit rein elektrischer Kraft zurücklegen können, in einer europäischen Metropole zu testen.
Strassburg – die erste europäische Stadt, die Erfahrungen mit PVH sammelt
Die Stadt Strassburg hat im Nahverkehr immer schon auf innovative Konzepte gesetzt. Die kommunalen Gruppen und Gemeindeführer haben sich in einem auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten, dynamischen institutionellen Rahmen intensiv mit der Frage beschäftigt, wie nachhaltige Mobilität aussehen könnte.
Die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den städtischen Gemeinden von Strassburg sowie den übrigen Partnern ist ein Garant für den reibungslosen Ablauf des Feldversuchs.
Eine Tochtergesellschaft der EDF, die Electricité de Strasbourg, wird das Projekt mit einem bedeutenden operativen Beitrag unterstützen.
Der Beitrag von Wissenschaft und Technik
Alle diese auf zukunftsfähige Mobilität gerichteten Aktionen finden im Rahmen von Studien zum Thema „emissionsarme Fahrzeuge“ statt, die durch das vom französischen Präsidenten im Oktober 2008 vorgestellte Umweltprogramm unterstützt werden. Daher stehen für den Feldversuch auch Fördermittel aus dem von der ADEME verwalteten „Entwicklungsfonds“ dieses Programms bereit.
In den neuen, auf die realen Bedingungen einer Metropole ausgeweiteten Versuchen werden Antworten auf verschiedene Fragen sucht:
- Der Automobilhersteller Toyotamöchte vor der mittelfristig geplanten Serienproduktion seiner PHV-Lösung die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Konzepts überprüfen.
- Der Energieversorger EDF will die Praxistauglichkeit verschiedener Lademöglichkeiten testen und so die hinsichtlich ihrer Sicherheit und Kostenstruktur am besten geeignete Infrastruktur ermitteln.
- Die lokalen Behörden wollen untersuchen, wie sich unterschiedliche öffentliche und individuelle Nahverkehrsmittel harmonisch aufeinander abstimmen lassen.
- Die französische Regierung ist daran interessiert herauszufinden, unter welchen Bedingungen Elektromobilität realisierbar ist, damit sie diese bei der Anpassung künftiger Regulierungen berücksichtigen kann.
- Die Wissenschaft verspricht sich neue Ideen zum Thema nachhaltige Mobilität.
Ein neuer, umweltfreundlicher Fahrzeugtyp, der nachhaltige Mobilität verspricht
Das für den Feldversuch in Strassburg entwickelte und von Toyota im Rahmen von Leasingverträgen zur Verfügung gestellte Fahrzeug ist eine extern aufladbare Variante des normalen Prius Hybrids der dritten Generation.